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Schule & Lernen

Nicht jedes Verhalten sieht nach Hochbegabung aus

Kluge Kinder sind nicht immer die Kinder, die im Unterricht glänzen. Manchmal zeigt sich ihre besondere Begabung gerade dort, wo der Schulalltag schwierig wird.

  • Ein Kind, das sehr schnell denkt, kann ungeduldig werden.
  • Ein Kind, das Zusammenhänge rasch erkennt, kann sich bei vielen Wiederholungen langweilen.
  • Ein Kind, das intensiv über Gerechtigkeit und Regeln nachdenkt, kann Anweisungen hinterfragen.
  • Ein Kind mit einem starken eigenen inneren Anspruch kann Aufgaben verweigern, wenn es befürchtet, sie nicht perfekt zu schaffen.
  • Und ein Kind, das gedanklich längst bei einer anderen Frage ist, kann Schwierigkeiten damit haben, einer langen Erklärung zu folgen.

Das bedeutet nicht, dass jedes Verhalten direkt aus der Begabung entsteht. Aber es bedeutet, dass Begabung bei der Betrachtung des Verhaltens mitgedacht werden sollte.

Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

  • Was passiert, wenn die Aufgabe anspruchsvoller wird?
  • Was passiert, wenn das Kind selbstständig arbeiten darf?
  • Was passiert, wenn Wiederholungen wegfallen?
  • Was passiert, wenn es ein Thema wirklich interessiert?
  • Und was passiert, wenn eine Aufgabe nicht sofort gelingt?
  • Solche Unterschiede können viel darüber erzählen, was ein Kind braucht, um seine Fähigkeiten tatsächlich einzusetzen.

Denn ein kluges Kind braucht nicht einfach mehr Aufgaben. Es braucht Aufgaben, die sein Denken erreichen.