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Wenn Worte verschwinden: Der rätselhafte Dreiklang aus selektivem Mutismus, Gehirnlateralisation und Hochbegabung

Die Frage nach einem Zusammenhang zwischen selektivem Mutismus, Gehirnlateralisation und Hochbegabung ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung.

Selektiver Mutismus und Hochbegabung

Selektiver Mutismus ist eine Angststörung, bei der Kinder in bestimmten sozialen Situationen nicht sprechen, obwohl sie in vertrauten Umgebungen normal kommunizieren können. Bei hochbegabten Kindern kann sich dieser Zustand besonders ausgeprägt zeigen. Diese Kinder besitzen oft ein tiefes Verständnis für soziale Dynamiken und nehmen die Erwartungen ihrer Umgebung sehr genau wahr, was zu Überforderung und Rückzug führen kann. In vertrauten Umgebungen sind sie in der Lage, komplexe Gespräche zu führen, während sie in neuen oder ungewohnten Situationen verstummen. Diese Diskrepanz zwischen ihrem Potenzial und ihrem tatsächlichen Verhalten kann für Eltern und Lehrer frustrierend sein. Zudem neigen hochbegabte Kinder dazu, sich in ihrer eigenen Welt zurückzuziehen, was dazu führen kann, dass ihre intellektuellen Fähigkeiten nicht erkannt werden und sie möglicherweise als weniger begabt wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind.

Adeba Magazin

Selektiver Mutismus und Gehirnlateralisation

Die Forschung zum Zusammenhang zwischen selektivem Mutismus und der Lateralisierung des Gehirns ist begrenzt. Einige Studien weisen darauf hin, dass neurologische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Beispielsweise wurde bei Kindern mit selektivem Mutismus eine erhöhte Prävalenz von Epilepsieerkrankungen festgestellt. Obwohl eine spezifische Komorbidität von selektivem Mutismus bei Kindern mit Epilepsie nicht eindeutig beschrieben ist, wird die Prävalenz von Angsterkrankungen bei Kindern mit Epilepsie zwischen 20 % und 60 % angegeben. Diese Beobachtungen könnten auf eine Beteiligung neurologischer Faktoren bei der Entstehung von selektivem Mutismus hinweisen.

egms.de

Obwohl es Hinweise auf Zusammenhänge

… zwischen selektivem Mutismus, Hochbegabung und möglicherweise neurologischen Faktoren gibt, sind weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um diese Beziehungen vollständig zu verstehen. Ein umfassendes Verständnis dieser Faktoren ist entscheidend, um betroffene Kinder angemessen unterstützen zu können.

Intelligenz ist kein Stigma

Oft wird Hochbegabung mit Problemen assoziiert, doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Viele Hochbegabte sind zufriedene, ausgeglichene Menschen mit einer hohen Lebensqualität. Sie nutzen ihre Stärken, um kreative, wissenschaftliche oder soziale Impulse zu setzen – und genau das zeigt: Intelligenz ist keine Hürde, sondern eine Ressource.